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Fachpolitische Arbeit > Pflegekammern > Aktivitäten


 Nordrhein-Westfalen: Votum für Pflegekammer

10.01.2019   In Nordrhein-Westfalen wollen sich die Pflegekräfte in einer Pflegekammer organisieren. Am 09.01.2019 präsentierte Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) in Düsseldorf die Ergebnisse der entsprechenden Befragung: 59 % der befragten 1.503 Pflegekräfte haben für die Gründung einer Kammer votiert. Sie soll laut Laumann nun zügig errichtet werden. "Mein Ziel ist es, dass der entsprechende Gesetzentwurf noch vor der Sommerpause im Landtag eingebracht wird“, erklärte der Minister.

In NRW schwelte die Frage nach einer Pflegekammer schon lange. Ende August 2018 hatte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann die repräsentative Befragung vorgestellt. Damit lag die Entscheidung über eine mögliche kammerliche Vertretung in Nordrhein-Westfalen bei den Pflegekräften.

In NRW gibt es knapp 197.000 Pflegefachkräfte: etwa 122.000 sind in der Gesundheits- und Krankenpflege tätig, knapp 75.000 in der Altenpflege. Die repräsentative Befragung lief seit Oktober 2018 unter 1.503 Pflegefachkräften, darunter 878 Gesundheits- und KrankenpflegerInnen, 518 Altenpflegerinnen sowie 118 Gesundheits- und KinderkrankenpflegerInnen. 781 Befragte sind im Krankenhaus tätig, 408 in der teil- und vollstationären Pflege und 314 in einem ambulanten Pflegedienst.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

Insgesamt 86 % der Befragten haben sich grundsätzlich für eine Interessenvertretung ausgesprochen. 59 % befürworteten ausschließlich eine Pflegekammer, 7 % einen Pflegering, 20 % beides. 8 % votierten gegen eine Interessenvertretung, 6 % waren unentschlossen.

48 % der Befragten gaben an, die Diskussion um das Thema Interessenvertretung schon genauer verfolgt zu haben, 35 % kannten das Thema lediglich vom Begriff her und 225 Befragte hörten zum Zeitpunkt der Befragung das erste Mal davon.

Als häufigste Gründe gegen die Errichtung einer Pflegekammer gaben die Befragten an: die Pflichtmitgliedschaft (31 % der AblehnerInnen), der Pflichtbeitrag (30 %) und die Meinung, dass eine Pflegekammer zu geringen Einfluss nehmen kann, um zur Verbesserung der derzeitigen Situation beizutragen (25 %).

Besonders befürwortet wurde eine Pflegekammer u.a. von Fachkräften aus der Kinderkrankenpflege (92 %), von Fachkräften in Krankenhäusern (85 %) und von jenen Befragten, die weniger als 10 Jahre im Beruf tätig sind (85 %).

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 NRW: Votum für Pflegekammer

In Nordrhein-Westfalen wollen sich die Pflegekräfte in einer Pflegekammer organisieren. Am 09.01.2019 präsentierte Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (Foto) in Düsseldorf die Ergebnisse einer entsprechenden Befragung: 59 % der befragten 1.503 Pflegekräfte haben für die Gründung einer Kammer votiert. Sie soll laut Laumann nun zügig errichtet werden.

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 Pflegekammer:
Massiver Widerstand in Niedersachsen

Niedersachsens Pflegekräfte gehen auf die Barrikaden gegen "ihre" kürzlich errichtete Pflegekammer. Das belegt eine online-Petition. Darin werden vom niedersächsischen Sozialministerium die Auflösung der Kammer sowie das Ende der "Zwangsmitgliedschaft" gefordert. Die Petition war am 23.12.2018 vom Krankenpfleger Stefan Cornelius aus Berge bei Osnabrück gestartet worden. Innerhalb von nur zwei Wochen hatten bereits knapp 40.000 Unterstützende die Petition unterzeichnet. Sie läuft noch bis 22. März 2019.

Hintergrund: Kurz vor Weihnachten 2018 waren den rund 80.000 Mitgliedern der Pflegekammer Niedersachsen zum ersten Mal die Beitragsbescheide in Haus geflattert. Sie sollten alle den Höchstbetrag von 140 Euro pro Halbjahr zahlen. Das entspricht einem Brutto-Jahresgehalt von 70.000 Euro. Kaum eine Pflegekraft verdient jedoch so viel. Für eine geringere Gebühr musste dem Bescheid nun unter Nachweis des niedrigeren Einkommens widersprochen werden.

DVLAB-Chef Peter Dürrmann hatte bereits am 13.12.2018 in einer Mitgliederinfo auf dieses unsägliche Vorgehen der Kammer hingewiesen.

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