DVLAB-Fachtag zu Gen Z: "Veränderungen mutig angehen"
02.04.2026 - Am 25. März 2026 haben sich Pflegeleitungen in Kassel zu einem DVLAB-Fachtag getroffen. Zum Thema "Generationenwandel leicht gemacht – Wie die Erwartungen der Gen Z und New Work unseren Alltag neu definieren" gab es spannenden Input, wie die Moderatorin Karla Kämmer hier berichtet:
Auf diesem Fachtag wurde eines ganz deutlich: Die Pflege steht an einem Wendepunkt. Der Generationenwandel, neue gesetzliche Anforderungen und die Prinzipien von New Work fordern Leitungskräfte heraus – und eröffnen gleichzeitig enorme Chancen. Für Pflegemanager*innen bedeutet das vor allem eines: Sie müssen den Mut aufbringen, den Alltag neu zu gestalten.
Ich habe in meinem Vortrag dargestellt, wie modernes Pflegemanagement die Mitarbeitenden durch folgendes Handeln stärken kann:
• Bullshit Work stoppen: weniger unnötige Meetings und Bürokratie, mehr Fokus auf Menschen und Entwicklung
• Pflege neu aufbauen: mehr Eigenverantwortung, echte Beteiligung, Vertrauen im Team
• New Leadership: weniger Hierarchie, mehr Orientierung, Feedback und Empathie
• Resilienz & Sinn: klare Ziele; psychologische Sicherheit und Wirksamkeit fördern Motivation und Qualität
• Praktische Tools: Kanban, KubA-Kartenspiel und Care Akademie unterstützen praxisnahes Lernen
Im Anschluss zeigte Stephan Dzulko politische Chancen und Herausforderungen auf:
• Neue Qualitätsregelungen in der ambulanten Pflege, u.a.: Maßstäbe und Grundsätze zur Qualität (MuG), Qualitätsprüfungsrichtlinien (QPR), Qualitätsdarstellungsvereinbarung (QDVA)Pflegefachassistenzgesetz (2027) und das BEEP-Gesetz stärken die Rolle der Pflegefachpersonen.
• Das Bürokratieabbau- und Befugniserweiterungsgesetz (BEEP) hat eine große Bedeutung: Pflegefachpersonen dürfen künftig mehr entscheiden, mehr verordnen, mehr Verantwortung übernehmen. Sie können u.a. auch präventive Leistungen empfehlen und bestimmte ärztliche Aufgaben eigenverantwortlich durchführen.
• Bürokratieabbau und flexible Modelle schaffen Freiraum für hochwertige Pflege.
Florian Owen und Patrik Wagner (Digatus) machten wiederum deutlich:
Digitale Prozesse und moderne Technologien entlasten Mitarbeitende, optimieren Abläufe und schaffen Zeit für direkte Arbeit am Menschen – Voraussetzung für eine zukunftssichere Pflege.
Anna Thiele brachte die Generation Z ins Gespräch. Diese schätzt flexible Arbeitszeiten, Work-Life-Balance, Sinn und Entwicklungsmöglichkeiten und ist digital versiert und reflektiert. Aus diesen Kernaussagen entwickelte sich ein lebendiger und durchaus kritischer Dialog auf dem Fachtag. Hier ein Beispiel: Wo die ältere Generation denkt: „Flexibilität, Work-Life-Balance… in der Pflege? Wir haben doch keine 9-to-5-Jobs, sondern echte Verantwortung!“, hält die Gen Z dagegen: „Ja, genau deswegen! Wer motiviert, gesund und fokussiert arbeitet, kann Verantwortung viel besser tragen.“
Dieser Fachtag zeigte, wie Erfahrung und frische Ideen kombiniert werden können: Routine trifft auf digitale Skills, Herz trifft auf Struktur, Motivation trifft auf Kompetenz. Aus meiner Sicht geht daraus die Botschaft hervor: Jetzt ist die Zeit, mutig Veränderungen anzugehen, Chancen aktiv zu nutzen und Pflege zukunftsfähig, menschlich und stark zu gestalten. Wer Humor, Offenheit und Kooperation lebt, schafft eine Arbeitswelt, in der Teams wachsen und Patient*innen profitieren.
Hier eine Zusammenfassung des Vortrags von Karla Kämmer
Hier eine Zusammenfassung des Vortrags von Stephan Dzulko
Hier eine Zusammenfassung des Vortrags von Florian Qwen und Patrik Wagner
Hier eine Zusammenfassung des Vortrags von Anne Thiele
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