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 Nach Anhörung im Bundestag: Generalistik auf der Kippe?

02.06.2016  
Bei einer Expertenanhörung im Bundestag zum geplanten Pflegeberufereformgesetz am Montag, 30.5.2016, wurde der breite Widerstand gegen die geplante generalistische Pflegeausbildung deutlich. Nicht nur das Bündnis für Altenpflege und große Teile der Kinderkrankenpflege wenden sich gegen die Ausbildungsreform, sondern auch Gewerkschaften, Arbeitgeber sowie Vertreter aus der Union selbst.

Hier Schlaglichter auf öffentliche Reaktionen:

► ERWIN RÜDDEL,
pflegepolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, meldete sich auf seiner Homepage gleich nach der Anhörung zu Wort: „Viele Fragen und Antworten müssen jetzt bewertet werden. Die Anhörung hat gezeigt, dass wir noch einige Hausaufgaben lösen müssen.“ Rüddel weiter: „Hieraus werden sich sicherlich viele Änderungsanträge ergeben. Aber das ist ja auch die Aufgabe der Fraktionen nach einer Anhörung. Wir werden uns mit der Beratung alle Zeit in dieser Legislaturperiode nehmen, um eine vernünftige Lösung zu finden, denn wir wollen ein gutes Gesetz, mit dem alle Ausbildungsgruppen besser leben können als heute. Auch nehmen wir uns ausreichend Zeit, um das Herzstück der Reform, die Ausbildungsverordnung, auf ihre Praktikabilität zu prüfen.“
Besonders wichtig ist dem Pflegepolitiker, dass sich die Versorgungssitutation in der Altenpflege nicht verschlechtert: „Dieser Paradigmenwechsel braucht viel Sensibilität und Verantwortung für eine gute Versorgung. Es muss vermieden werden, dass die Pflegeberufereform ein teures Experiment zu Lasten der Sozialkassen wird.“

► Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG
schrieb ebenfalls direkt nach der Anhörung unter www.sueddeutsche.de: „Auch beim Spitzenverband der Arbeitgeber, dem BDA, hat man für den Plan der Bundesregierung wenig übrig. Es sei ´etwas anderes, ob man ein Frühchen oder einen Demenzkranken pflegt`, sagte dessen Sprecherin Katharina Weinert bei der Anhörung in Berlin. Die Generalistik könne deshalb dazu führen, dass sich das Curriculum zu einer ´Schmalspur- oder zu einer Superkönnerausbildung` entwickle. Die Auszubildenden würden also entweder zu wenig angeleitet oder mit zu hohen Anforderungen belastet. Das könne wiederum die Abbrecherquote in die Höhe treiben, was niemand wolle. Weinert warnte die Abgeordneten von Union und SPD daher davor, das Gesetz - wie ursprünglich einmal geplant - noch vor der parlamentarischen Sommerpause im Juli zu beschließen.“

► Das HANDELSBLATT
vermeldete dazu am 1.6.2016, Bundesgesundheitsminister Herrmann Gröhe wolle nun „die Reform der Pflegeberufe an entscheidenden Stellen verändern“. Ursprünglich habe sich die Koalition von der generalistischen Ausbildung eine Aufwertung des Berufs der Altenpflege und eine Behebung des dort drohenden massiven Fachkräftemangels erhofft. „Doch daran gibt es vor allem in der Union immer größere Zweifel.“ Weiter schreibt das HANDELSBLATT: „Zum einen befürchten Altenpflegeverbände, Gewerkschaften und Arbeitgeber, dass die Generalistik dazu führen wird, dass weniger Auszubildende als heute bereit sein werden, nach dem Abschluss in die schlechter bezahlte Altenpflege zu gehen. Das Ziel der Behebung des Fachkräftemangels würde dann gar nicht erreicht. Zum anderen gibt es schlicht nicht genug Ausbildungsplätze in Kinderkrankenhäusern für eine generalistische Pflegeausbildung. Beide Probleme wären gelöst, würde Gröhe den Vorschlag der Sozialpartner aufgreifen und nach zwei gemeinsamen Ausbildungsjahren die Spezialisierung auf eines der drei Berufsfelder im dritten Jahr ermöglichen. Dieses integrative Modell war laut Koalitionsvertrag ursprünglich auch das Ziel. Alternativ könnte Gröhe die Kinderkrankenpflege ganz aus dem Reformprojekt herausnehmen."

►Unter WWW.ALTENHEIM.NET
war am 1.6.2016 zu lesen: „Die Diskussion um die Reform der Pflegeausbildung spitzt sich zu. Laut Information von Elisabeth Scharfenberg, Sprecherin für Pflege- und Altenpolitik der Grünen, planen die Koalitionsspitzen ein Treffen zu Änderungen am Gesetzentwurf.“ Scharfenberg hatte in einer Pressemitteilung u.a. kritisiert, dass die Rechtsverordnung zur Ausgestaltung der Ausbildung immer noch nicht vorliege, obwohl das von der Bundesregierung versprochen worden war.


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